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Erste Hilfe in der Küche

Richtig reagieren im Notfall

Erste Hilfe in der Küche

Nur einmal kurz nicht richtig aufgepasst und schon ist es passiert: der Schnitt ist im Finger oder die Brandblase an der Hand! Und was jetzt? Damit ihr im Ernstfall richtig reagiert, zeigen wir euch ein paar simple Erste-Hilfe-Tipps für das Arbeiten in der Küche.

Egal was passiert ist, das Wichtigste ist immer zunächst Ruhe zu bewahren, denn nur mit klarem Kopf kann man richtige Entscheidungen treffen und auch richtig handeln. Wer nicht mehr in der Lage ist, gezielt Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel, weil er unter Schock steht, sollte sich sofort Hilfe suchen, notfalls sogar den Notruf 112 wählen.

In der Küche können verschiedene Dinge passieren, die erste Hilfe notwendig machen. Neben den klassischen Schnittverletzungen mit dem Küchenmesser, kann es auch zu Verbrennungen durch Kochfeld oder Backofen und zu Prellungen kommen. Vor allem, wenn man abgelenkt in der Küche arbeitet, können kleine Unfälle passieren. Wie überall ist deshalb Vorsorge alles. Sorgt dafür, dass Ihr nicht unter Stress und Zeitdruck kocht und habt immer Topflappen oder einen Backhandschuh zur Hand, damit es nicht zu Verbrennungen kommt. Wer Kinder mit in der Küche hat, sollte immer ein Auge auf sie haben. Vor allem kleine Kinder fassen schnell mal auf die heiße Herdplatte oder schneiden sich voller Eifer in die kleinen Finger. Besonders Verbrennungen können für die Jüngsten unter uns ernste Konsequenzen haben. Ihre Haut ist viel dünner und empfindlicher, so dass auch schon kleinste Verbrennungen große Folgen haben können.

Bei Kindern sollte nach einem Unfall, neben einer korrekten Erstversorgung, immer eine Begutachtung durch einen Arzt erfolgen. Aber auch bei Erwachsenen kann es schneller als gedacht notwendig sein, einen Arzt aufzusuchen, um zum Beispiel einen Schnitt nähen zu lassen. Wägt also immer ab, ob es vielleicht doch sinnvoll ist, einem Arzt eure Verletzung zu zeigen. Schaden kann es nicht. Hier nun ein paar Tipps für die erste Hilfe bei Küchenunfällen.


Verbrennungen

Schnell ist es passiert: Der heiße Topf wurde ohne Topfplatten gefasst oder heiße Soßenspritzer sind auf der Haut gelandet. Kleine Verbrennung können gut selbst behandelt werden, indem man sie unter kaltem, laufendem Wasser kühlt. Solange die Verbrennung nicht offen ist, könnt Ihr danach mit Quark oder Jogurt weiter kühlen. Sollte es sich jedoch um eine schlimmere Verbrennung handeln (Verbrennung 2. Grades), ist ein sofortiger Arztbesuch notwendig. Dies ist der Fall, wenn die Blase auf eurer Haut größer als eure eigene Handfläche, oder die Haut schon offen verbrannt ist. Wickelt die betroffene Stelle locker mit einem sterilen Tuch ein und verwendet keine Cremes oder ähnliches. Zum Arzt solltet Ihr zudem, wenn möglich, euren Impfpass mitnehmen, da eine Tetanus-Auffrischung notwendig sein könnte.


Prellungen

Kopf gestoßen? Tut weh, ist aber in den meisten Fällen kein Drama. Sollte jedoch eine Platzwunde entstanden sein, ist Vorsicht geboten. Ist soweit noch einmal alles gut gegangen, hilft es, die Beule mit einer Kühlkompresse zu kühlen. Legt die Kühlkompresse jedoch niemals direkt auf die Beule, sondern umwickelt sie vorher immer, zum Beispiel mit einem Küchenhandtuch. Das Kühlen kann fiese Schwellungen und Beulen verhindern und lindert den Schmerz.


Augenverletzungen

Spritzendes Öl und andere Flüssigkeiten können beim Kochen eine Gefahr darstellen, vor allem wenn Sie in die Augen gelangen, was schnell bei sprudelnd kochenden Gerichten passieren kann. Ist ein Spritzer in die Augen gelangt, sofort mit kaltem Wasser gründlich ausspülen. Der Schmerz wird noch eine Weile bleiben, sollte sich aber nach 1-2 Stunden legen. Ist dies nicht der Fall, sollte man sofort einen Facharzt aufsuchen.


Zunge verbrannt

Schnell mal abschmecken und schon ist es passiert: Die Zunge ist verbrannt, wer kennt es nicht! Was hier sofort hilft, ist Kühlen unter kaltem Wasser. Wer sich dabei komisch vorkommt, kann auch ein Wassereis oder einen Eiswürfel lutschen. Ebenfalls sehr wirksam ist es einen Teelöffel Honig auf der Zunge zergehen zu lassen. Dieser wirkt antibakteriell und nimmt etwas den Schmerz.


Vergiftungen

Egal womit Ihr euch vergiftet habt: löst niemals manuell Erbrechen aus, weder bei euch, noch bei Euren Kindern! Ätzende Substanzen könnten wieder hochkommen und euch die Speiseröhre verätzen und in die Luftröhre gelangen. Wenn es einen Zwischenfall mit Reinigungsmitteln gab, ruft sofort die Giftnotrufzentrale eurer Umgebung an oder einen Rettungswagen. Nehmt auf jeden Fall die Reinigungsmittel-Verpackung mit, damit die Ärzte sofort wissen, womit sie es zu tun haben. Trinkt auf keinen Fall Milch oder nutzt andere Hausmittel!
Auch bei Lebensmittelvergiftungen sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, damit das Gift sich nicht weiter im Körper ausbreitet. Eine klassische Fischvergiftung ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich.


Arbeitet immer vorsichtig und schützt euch mit geeigneten Handschuhen und einer Schürze. Und wenn es doch mal zu einem Unfall kommt: Einfach Ruhe bewahren! Ein Erste-Hilfe-Kasten gehört übrigens griffparat in jede Küche. Was sollte Eurer Meinung nach noch auf keinen Fall fehlen, um Unfälle zu vermeiden und dann richtig handeln zu können? Schreibt es uns in die Kommentare und passt weiterhin gut auf euch auf!


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